Jesús Hernández Aristu

Special (September 2003)


zum 60. Geburtstag


Ein interkultureller Briefwechsel zwischen Delia Anton und Jesús Hernández

oder:

"Et kütt wie´t kütt un et hätt noch immer jot jejange" und "Isch kan jot platt"

von Delia Anton

Lieber Jesus,

als Fachbereichsleiterin Supervision am IBS möchte ich Dir von Herzen zu Deinem runden Geburtstag gratulieren.

Du bist bei uns in unserer Supervisionsausbildung seit vielen Jahren ein sehr gern gesehener Gast und Referent. Neben Deinem profunden Wissen und Deiner "ins Herz schleichenden" kreativen Didaktik bereicherst Du auch als erfahrener Wanderer zwischen den Welten unsere Ausbildungskultur. Darüber freuen wir uns sehr, und hoffen, dass es noch viele Begegnungen mit Dir geben wird.

Dein Sinn für Humor und Deine heitere Gelassenheit wird auch bei solchen drögen Dingen wie Terminabsprachen via Internet deutlich, wie es unsere Korrespondenz in Sommer 2003 zeigen mag: (Vorausgegangen war eine Terminanfrage von mir für 2006)

Subject: AW: Deine Mitarbeit im 11. Supervisionskurs

Liebe Delia:

Da ich noch keinen Kalender für das Jahr 2006 besitze und in ganz Spanien noch keiner für das Jahr 2006 gedruckt ist, kann ich ohne Zweifel sagen: Ich habe an dem von dir vorgeschlagenen Termin frei. Also kann das IBS mit mir rechnen. Ich freue mich auch auf eine Zusammenarbeit mit dir.

Alles Gute und danke fúr die Einladung.

Jesús



Lieber Jesús,

Du schmunzelst sicher über unser typisch deutsche Planungsverliebtheit.

Diese hier entspringt übrigens der Bitte eines unserer Hauskooperationsträger, die tatsächlich jetzt schon die Termine für 2006 festzulegen, sogar schon für 2007. Bei uns stehen schon die Ferien bis 2010 fest. Als sie kürzlich recht kurzfristig für deutsche Verhältnisse geändert wurden - sprich 2 Jahre im Voraus - kam richtig Hektik auf, u.a. bei den bereits gebuchten Häusern.

Von mir aus könnten wir uns da gerne von den Spaniern (und Iren, Franzosen usw.) eine dicke Scheibe abschneiden ...

Übrigens fallen mir zu unserer Planungsleidenschaft immerhin gleich zwei Sprüche ein, die zeigen, dass auch wir nicht so ganz dran glauben:

  1. Der Mensch denkt, Gott lenkt.

  2. Wunderbar rheinisch, mein Lieblingsmotto:
    Et kütt wie´t kütt un et hätt noch immer jot jejange.
    (Hochdeutsch: Es kommt wie es kommt und es ist noch immer gut gegangen.)

Herzlichen Gruß aus Aachen

Delia



Liebe Delia:

Ich halte die Termine fest, auch wenn ich sie nur in meinem Gedächnis aufschreiben kann.

Übrigens, du hättest dir die Übersetzung sparen können: "Isch kan jot platt".

Das ist das Wunderbare in Europa, jedes Land macht es auf seine Art und es klappt doch.

Alles Gute

Jesús


Herzlichen Glückwunsch!


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